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Verfasst am: Mon Dec 28, 2009 4:08 pm Titel: Ein Finale mit Jauchzen und Frohlocken |
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Ein Finale mit Jauchzen und Frohlocken
Letztes Hymnus-Konzert unter Hanns-Friedrich Kunz
Von Dietrich Röder
In aller Bescheidenheit, aber nicht sang- und klanglos verabschiedete sich Hanns-Friedrich Kunz, seit 1992 künstlerischer Leiter der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben, mit einem denkwürdigen Konzert von seinem treuen Publikum. Im März des kommenden Jahres wird Kunz endgültig aus seinem Amt scheiden. Damit geht eine Ära zu Ende, die im Stuttgarter Konzertleben zweifellos ihre Spuren hinterlassen wird. Unter seiner Ägide durften nun die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben noch einmal jauchzen und frohlocken: Bachs „Weihnachtsoratorium" erklang am vergangenen Samstag als verspätete Bescherung vor 1800 Besuchern im Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle. Matte Gesänge gab es dort am zweiten Weihnachtsfeiertag nur gelegentlich zu hören, etwa dann, wenn bei den Chorknaben Koloraturen und extreme Höhen gefragt waren. Dafür durfte man immer wieder erbauliche Choräle vernehmen, und das Ganze tönte frisch und unbeschwert. Die Partie des Evangelisten stattete Julius Pfeifer (Tenor) vornehmlich mit sanften Tönen aus, und die Arien klangen flüssig und schwerelos.
Schlanke, lyrische Melismen dominierten im Übrigen sowohl bei Fanie Antonelou (Sopran) als auch bei Annekathrin Laabs (Alt). Stimmlich eher farblos präsentierte sich dagegen Thomas Scharr in den Bass-Arien. Klangfarblich delikate Akzente setzten erneut das Ensemble Musica viva Stuttgart und das Trompetenensemble Wolfgang Bauer. Inmitten seiner Sängerschar durfte sich Hanns-Friedrich Kunz am Ende mit minutenlangem Beifall feiern lassen.
© 2009 Stuttgarter Nachrichten |
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